Samstag, 6. Juni 2009

Iran: Wachstum trotz Verfolgung


Gefährlicher Glaube

Unterstützung zur Stärkung der Christen im Iran


Durch die Unterstützung vieler Christen weltweit wird die Kirche im Iran gestärkt und ermutigt, ihren Glauben an Jesus trotz Verfolgung zu leben und an andere weiterzugeben. Dafür sind wir sehr dankbar. Mit dem Projekt «Hilfe für den Iran» möchten wir unseren Geschwistern in dem Land beistehen und ihnen helfen, im Glauben zu wachsen.

In den vergangenen zwei Jahren hat der Druck auf die Kirche in der Islamischen Republik Iran und besonders auf ehemalige Muslime stark zugenommen. Das schiitisch-muslimische Regime hat Dutzende von Iranern schikaniert und eingeschüchtert, die in hauskirchlichen Bewegungen involviert sind. Im Jahr 2008 gab es 73 dokumentierte Verhaftungen von iranischen Christen. Für das laufende Jahr wird eine noch höhere Zahl von Festnahmen erwartet. Seit Jahren belegt der Iran Platz 3 auf dem Open Doors-Weltverfolgungsindex, einer Liste der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Das Land ist eines der Schwerpunktländer unserer dreijährigen Gebets- und Hilfskampagne „Gefährlicher Glaube“ für Christen in der islamischen Welt."

Verteilung von Hilfspaketen in einem Dorf in Nordirak

Iranische Familie im Park

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Förderung des Gemeindewachstums durch christliche TV-Programme, Internetseiten und Bibelverteilungen

Eine Hauskreisbewegung bestätigte, dass die Zahl iranischer Konvertiten ständig wachse. Wenn sie entdeckt werden, würden aus dem Islam zum Christentum konvertierte Iraner routinemäßig sowohl körperlichen und psychischen Misshandlungen durch Beamte ausgesetzt. Tage- bzw. wochenlang würden sie in Einzelhaft festgehalten. Für ihre Freigabe sollen hohe Kautionen verlangt werden. Ihnen werde auch mit weiteren Gefängnisstrafen oder offizieller strafrechtlicher Verfolgung gedroht, wenn sie während eines Gottesdienstes oder bei der Verkündigung des Evangeliums gefasst werden würden. Seit etwa fünf Jahren werden christliche Programme auf Farsi im Radio und Fernsehen ausgestrahlt, wodurch iranische Muslime Christen wurden, hieß es weiter. Ehemalige Muslime sind oft isoliert in ihrer Familie und in ihrem Umfeld. Sie brauchen Stärkung und Ermutigung. Mit der Unterstützung von christlichen Radio- und Fernsehprogrammen sowie Internetseiten auf Farsi hilft Open Doors ehemaligen Muslimen, im Glauben an Jesus fest zu bleiben und zu wachsen. Mit dem Gemeindewachstum steigt auch der Bedarf an Bibeln in der Landessprache Farsi. Bibeln, Kinderbibeln und Neue Testamente werden im Land verteilt, um Christen und ehemalige Muslime in ihrem Glauben an Jesus zu festigen.

Den Hilfspaketen liegen Bibeln und Kinderbibeln bei. Dafür sind die Christen dankbar.

Verbreitung des Evangeliums durch christliche TV-Programme

Mit Jüngerschaftsschulung auf staatliche Verfolgung vorbereiten

Der Wunsch nach Anleitung und Wachstum im christlichen Glauben ist groß unter den jungen Christen im Iran. Open Doors hat einen speziellen Kurs für Muslime, die Christen wurden, entwickelt. Diese Kurse sind von großer Wichtigkeit, da ehemalige Muslime traditionelle Kirchen nicht oder nur unter hohem Risiko besuchen können. Was sie in diesen Kursen lernen, bereitet sie auch darauf vor, wie sie als Christen in Verfolgungssituationen reagieren können. Denn die Zahl der Festnahmen und der Druck auf Christen vonseiten der Behörden hat in den letzten Monaten zugenommen. Die Verhaftungen seien Teil eines landesweiten, konzertierten Regierungsplanes, so ein Informant. Der derzeitige Druck auf Christen sei hoch. „Wir wissen nicht, warum der Druck nach wie vor so hoch ist, doch wir spüren, dass er sich verstärkt“, hieß es. Die Festnahmen geben Anlass zu großer Sorge, insbesondere wegen eines im vergangenen September vom iranischen Parlament verabschiedeten Gesetzes, das für den Religionswechsel eines Muslims nun auch rechtlich die Todesstrafe vorsieht. Bislang konnten Todesstrafen hierfür nur unter Anwendung der Scharia (islamische Rechtssprechung) verhängt werden. Nach dem neuen Strafrecht würden männliche „Apostaten” hingerichtet, während konvertierte Frauen zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt werden können. Über das neue Gesetz muss endgültig die einflussreichste Instanz im Iran, der Wächterrat, entscheiden. Von den 65 Millionen Einwohnern des Iran sind 99 Prozent Muslime. Schätzungsweise gibt es 125.000 bis 150.000 meist armenische und assyrische Christen. Die Zahl der Muslime, die Christen wurden, wird auf 250.000 geschätzt.

Den Hilfspaketen liegen Bibeln und Kinderbibeln bei. Dafür sind die Christen dankbar.

Studentinnen in Shiraz, Iran

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