Donnerstag, 9. April 2009

...Recht und Liebe...


Es war einmal...-so fangen die meisten Märchen an. So soll auch dieses beginnen, also: Es war einmal ein Vater, der hatte Kinder. Er kannte seine Kinder und wußte, was gut und was schlecht für sie war. Beim Vater gab es kein Leid, keinen Tod, keine Ungerechtigkeit und auch sonst keine Probleme. Die Kinder lebten wie im Paradies. Und das war kein Wunder, denn sie lebten in eben dem Paradies. Sie durften alles bei ihm, nur vor einem hatte er sie gewarnt. Vor einem Baum in der Mitte seines Gartens. Wenn ihr davon eßt, werdet ihr sterben. Nun erfuhren sie aber, daß der Baum schlau macht und daß sie, wenn sie davon essen, den Vater gar nicht mehr brauchen würden, weil sie selbst wie der Vater wären. Und so aßen sie, und so beginnt unsere Geschichte... (siehe unten: 1.Mo3,1ff)
...und wenn sie nicht gestorben wären, dann würden sie noch heute leben. Dieses Märchen geht anders aus (von Jörg Zink: Die Welt hat noch eine Zukunft):
"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde
Aber nach vielen Jahrmillionen war der Mensch endlich klug genug. Er sprach: Wer redet hier von Gott? Ich nehme meine Zukunft selbst in die Hand. Er nahm sie, und es begannen die letzten sieben Tage der Erde.
Am Morgen des ersten Tages
beschloß der Mensch, frei zu sein und gut, schön und glücklich. Nicht mehr Ebenbild eines Gottes, sondern ein Mensch. Und weil er etwas glauben mußte, glaubte er an die Freiheit und an das Glück, an Zahlen und Mengen, an die Börse und den Fortschritt, an die Planung und seine Sicherheit. Denn zu seiner Sicherheit hatte er den Grund zu seinen Füßen gefüllt mit Raketen und Atomsprengköpfen.
Am zweiten Tage
starben die Fische in den Industriegewässern, die Vögel am Pulver aus der chemischen Fabrik, das den Raupen bestimmt war, die Feldhasen an den Bleiwolken von der Straße, die Schoßhunde an der schönen roten Farbe der Wurst, die Heringe am Öl auf dem Meer und an dem Müll auf dem Grunde des Ozeans. Denn der Müll war aktiv.
Am dritten Tage
verdorrte das Gras auf den Feldern und das Laub an den Bäumen, das Moos an den Felsen und die Blumen in den Gärten. Denn der Mensch machte das Wetter selbst und verteilte den Regen nach genauem Plan. Es war nur ein kleiner Fehler in dem Rechner, der den Regen verteilte. Als sie den Fehler fanden, lagen die Lastkähne auf dem trockenen Grund des schönen Rheins.
Am vierten Tage
gingen drei von vier Milliarden Menschen zugrunde. Die einen an den Krankheiten, die der Mensch gezüchtet hatte, denn einer hatte vergessen, die Behälter zu schließen, die für den nächsten Krieg bereitstanden. Und ihre Medikamente halfen nichts. Die hatten zu lange schon wirken müssen in Hautcremes und Schweinelendchen. Die anderen starben am Hunger, weil etliche von ihnen den Schlüssel zu den Getreidesilos versteckt hatten. Und sie fluchten Gott, der ihnen doch das Glück schuldig war. Es war doch der liebe Gott!
Am fünften Tage
drückten die letzten Menschen den roten Knopf, denn sie fühlten sich bedroht. Feuer hüllte den Erdball ein, die Berge brannten, die Meere verdampften, und die Betonskelette in den Städten standen schwarz und rauchten. Und die Engel im Himmel sahen, wie der blaue Planet rot wurde, dann schmutzig braun und schließlich aschgrau. Und sie unterbrachen ihren Gesang für zehn Minuten.
Am sechsten Tage
ging das Licht aus. Staub und Asche verhüllte die Sonne, den Mond und die Sterne. Und die letzte Küchenschabe, die in einem Raketenbunker überlebt hatte, ging zugrunde an der übermäßigen Wärme, die ihr gar nicht gut bekam.
Am siebten Tage
war Ruhe. Endlich.Die Erde war wüst und leer, und es war finster über den Rissen und Spalten, die in der trockenen Erdrinde aufgesprungen waren. Und der Geist des Menschen irrlichterte als Totengespenst über dem Chaos. Tief unten, in der Hölle, aber erzählte man sich die spannende Geschichte von dem Menschen, der seine Zukunft in die Hand nahm, und das Gelächter dröhnte hinauf bis zu den Chören der Engel."(siehe auch unten: Offenbarung) Wir leben getrennt von Gott. Die Bibel nennt dieses Kernproblem Sünde. Sünde bezeichnet die Trennung von Gott und den Widerstand gegen Gott in all ihren Ausprägungen. Gott hat einen guten Weg für uns, aber der Mensch will nicht! Der Mensch will es anders! Unsere persönlichen und globalen Probleme sind im Kern ein Beziehungsproblem mit Gott. Wir leben im allgemeinen ohne ihn. Dabei haben wir so viele Bedürfnisse, die nur Gott befriedigen kann. Das ist das Loch in unserer Seele. Das ist das, was uns letztlich fehlt. Aber statt uns zu IHM zu wenden, versuchen wir eigene Lösungen, und wo die nicht mehr helfen, bedient man sich eben härterer Mittel (siehe: damals wie heute). Aber irgendwo sind auch sie ausgereizt, und da man sich nicht an Gott wenden will, versuchen es viele mit der Gegenseite. Wohl dem, der bei Wahrsagern, Hexen, okkultistischen Sitzungen etc. an Scharlatane gerät. Wohl dem, dessen Talisman nur einen Plazeboeffekt bewirkt. Viele "Christen" behaupten, es gäbe keinen Teufel, aber statt die Hände zu falten und Gott anzurufen, drücken sie lieber die Daumen und rufen Toi toi toi...! Wir planen unser Leben, aber die finale Begegnung mit Gott blenden wir aus. Vielen ist dieses Problem bewußt geworden und sie versuchen zu Gott zurückzukehren. Religionen, besonders die "christliche", bieten hier ein weites Betätigungsfeld. Doch Vorsicht Falle! Wir versuchen zu Gott zu gelangen und wieder heil und rein zu werden. Gott darf uns dabei allenfalls helfen. Aber damit sind wir wieder beim Ausgangsproblem: Wir schaffen es nicht! Und wieder sind Menschen da, die daraus ein Geschäft machen. Religion ist das älteste Gewerbe, nicht das, was viele dafür halten. Menschen haben Sehnsucht nach Gott und laufen Religionsführern hinterher, die ihnen mit einer Angel das Paradies vor die Nase hängen, das sie letztlich doch nie erreichen (sollen). Sie machen sie hörig und unmündig und füllen sich ihre Schatzkammern mit den Opfergaben ihrer Opfer. Wenn Du eine Religion suchst, dann nimm lieber den Buddhismus als das Christentum, damit läßt es sich leichter und besser leben. Auf der religiösen Schiene muß man sich immer bemühen um "Oben" (was immer das dann ist) anzukommen. Und wer es nicht schafft, der hat eben Pech gehabt. In manchen Religionen bekommt man wenigstens mehrere Anläufe (obwohl auch das eine Quälerei ist). Es gibt heute ein sehr großes Angebot an Religionen, und jede hat ihre Anweisungen, nach denen ein Mensch aufsteigen kann. Der Markt ist heiß umkämpft. Als hier noch das Christentum eine Monopolstellung hatte, versuchte es sich gegen alle Arten von Angriffen zu schützen. Mit Gegnern oder der Konkurrenz war man nicht zimperlich. Unbequeme Zeitgenossen wurden z.B. als Ketzer und Hexen von der "heiligen" Inquisition gefoltert und bestialisch ermordet. Auch heute noch liegt ein Hauch von Mief und Friedhofstimmung über so manchem "Christen", und man merkt, daß es kein Zuckerschlecken ist, allen religiösen Anforderungen gerecht zu werden, um irgendwann am St. Nimmerleinstag vielleicht einmal in einen Himmel aufgenommen zu werden. Wenn das dann wenigstens so wäre. In diesem bösen Spiel haben wir immer verloren. Und wenn einer behauptet alle Gebote erfüllt zu haben, braucht man ihm nur tief in die Augen zu sehen und zu fragen "Hast du wirklich?!" und schon hat er wieder den schwarzen Peter. Und es stimmt ja tatsächlich: Nach Gottes Maßstäben haben wir verloren (Psalm 14,2-3; Pred7,20; Jes64,5; Röm3,10-12; Röm3,23; Jak2,10; 1Joh1,8). Auch Du! Was sollen wir denn dann tun? Die Augen verschließen? Was wäre denn richtig? Wo erfährt man genaueres? Wer kennt das nicht: Man kauft sich ein neues Gerät, will es in Betrieb nehmen und es funktioniert nicht. Gut, wenn man dann eine Bedienungsanleitung zur Hand hat. Es soll schon Menschen gegeben haben, die Haustiere statt mit dem Handtuch in der Mikrowelle getrocknet haben. Leider bekam den Tieren das nicht. Es gibt auch für uns Menschen eine Bedienungsanleitung vom Hersteller: Die Bibel. Sie ist aber noch viel mehr als eine Bedienungsanleitung. Das erste, was sie uns sagt, ist, daß wir in Verbindung zu Gott hin geschaffen wurden (1Mo 1,26;3,9). Der tollste Fernseher funktioniert nicht, wenn er nicht angeschlossen ist. Nur können wir uns ebensowenig anschließen, wie ein Fernseher sich selbst anschließen kann. Deshalb wartet Gott nicht, bis wir zu ihm kommen, sondern er kommt zu uns: In der Person Jesus (Joh 1,1-4). Aber Gott ist ein gerechter und heiliger Gott. Unsere Schuld paßt nicht zu seiner Herrlichkeit, in seiner Gegenwart vergehen wir (Jes 6,1-5)! Es ist wie mit Licht und Finsternis. Wir sind Finsternis und Gott ist Licht. Dort, wo das Licht hingelangt, gibt es keine Finsternis mehr (1.Joh 1,5-10). Aber Gott ist nicht nur ein gerechter Gott. Er ist auch Liebe, Treue und Erbarmen. Deshalb nimmt Jesus, der ohne Schuld war, unsere Schuld auf sich und stirbt unsere Trennung von Gott am Kreuz (Joh 3,16). Er, Gott, durchbricht den Widerspruch zwischen Ihm und uns. Er bietet uns ein neues, ewiges Leben an, nur er kann es (Joh 14,6)! Von der Finsternis zum Licht! Wir werden neu geboren (Joh 3,1-8) als Gottes Kinder (Eph 5,1-8)! Wir haben wieder Gemeinschaft mit ihm und unser Leben bekommt Sinn und Tiefe! Wir können den ganzen religiösen Krampf vergessen (Eph 2,8-9). Wir brauchen den Zirkus der Selbstgerechtigkeit nicht mehr, wir müssen nicht mehr wegschauen, wir können leben - richtig leben (Joh 10,10)! Nicht wir müssen es irgendwie schaffen, sondern Jesus hat es geschafft und lädt uns ein. Er ist für uns heruntergekommen (Phil 2,5-11). Er lief uns entgegen (Lk 15,11-32). Er steht jetzt direkt vor Deiner Tür (Off 3,20), aber er steht nicht ewig da (Lk 12,13-22)! Am Kreuz von Golgatha wendet sich das Weltgeschehen (Off 5,9-14). Doch der Preis dafür war hoch! Sehr hoch (Jes 53,4-12)!Jesus hat alles für uns getan. Und nun lädt er uns ein (Off 22,17-21): Jesus lebt!

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