Heftige Zusammenstöße in Teheran
Die iranische Staatsmacht geht mit aller Härte gegen die anhaltenden Proteste vor. Bei einer Demonstration in der Hauptstadt fielen Schüsse. Oppositionsführer Mussawi pocht weiter darauf, die Wahl zu wiederholen.
AFP
Die Polizei stellt sich den Demonstranten in den Weg Polizei verhindert Großkundgebung
Bis zu 2000 Demonstranten kamen vor der Universität der Hauptstadt zusammen. Auf dem zentralen Enkelab-Platz verhinderte nach Angaben weiterer Augenzeugen ein massives Polizeiaufgebot eine Großkundgebung. Dabei seien die Polizisten gewaltsam gegen die Demonstranten vorgegangen und hätten Tränengas und Wasserwerfer mit kochend heißem Wasser eingesetzt. „Männer und Frauen wurden geschlagen“, berichtete ein Demonstrant. „Ich habe Verletzungen am ganzen Körper.“ Ein weiterer Augenzeuge berichtete von mehreren tausend Demonstranten auf dem Asadi-Platz, rund vier Kilometer vom Enkelab-Platz entfernt.
Auch zahlreiche Bassidsch-Milizionäre, die einer Einheit der Revolutionsgarden angehören, waren nach Angaben der Augenzeugen im Einsatz, um die Proteste gewaltsam niederzuschlagen. Ein Zeuge berichtete, wie die Milizionäre mit Motorrädern durch die Straßen patrouillierten. Sie seien mit Schlagstöcken, Eisenstangen und Drahtseilen bewaffnet. Ausländischen Medien ist es derzeit untersagt, vor Ort von den Protesten zu berichten.sprach Am Schrein von Revolutionsführer Khomeini wurde am Nachmittag ein Anschlag verübt. Der Attentäter wurde getötet, nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna wurden drei Menschen verletzt. Der Anschlag im Eingangsbereich des Mausoleums erfolgte nahezu zeitgleich mit dem Beginn der Kundgebungen der Opposition. Khomeini hatte die Islamische Revolution im Iran angeführt, die zum Sturz des Schahs führte.
cb/AFP/dpa
von einer „empörenden Schritt.“
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