Sonntag, 21. Juni 2009

Offenbar Eskalationen bei Protesten

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Offenbar Eskalationen bei Protesten


Die Berichte aus dem Iran sind spärlich, aber beunruhigend: Bei nicht genehmigten Demonstrationen in Teheran rückt die Polizei mit Wasserwerfern vor, am Chomeini-Grab soll es eine Explosion gegeben haben.

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Der englischsprachige staatliche Fernsehsender berichtete am Samstag, am Mausoleum des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah Chomeini habe es eine Explosion gegeben, bei der zwei Menschen verwundet wurden. Der Bericht konnte von unabhängiger Seite noch nicht überprüft werden. Nach unbestätigten Berichten der Nachrichtenagentur Fars sprengte sich ein Opposition nach den Präsidentenwahlen gibt, war noch unklar.
Wenige Minuten zuvor hatte die iranische Polizei nach Augenzeugenberichten damit begonnen, mit Tränengas und Wasserwerfern gegen eine Demonstration von Oppositionellen vorzugehen. Über dem Revolutionsplatz in der Hauptstadt Teheran stieg dichter Rauch auf, wie ein Augenzeuge berichtete. Die Augenzeugen sprachen von rund 3000 Regierungsgegnern, die sich dem Demonstrationsverbot der Regierung widersetzten. Tausende Polizeibeamte und Milizangehörige seien auf den Straßen unterwegs, um Kundgebungen zu unterdrücken, hieß es. Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte versuchten, Demonstranten am Vordringen in die Innenstadt zu hindern.

Wächterrat überprüft Stichproben


Zuvor hatte sich der Wächterrat des Landes dazu bereiterklärt, stichprobenartig zehn Prozent der Stimmen neu auszuzählen. Das berichtete der staatliche Rundfunk am Samstag. Die beiden Zweit- und Drittplatzierten bei der umstrittenen Wahl, Mussawi und Mehdi Karrubi, kamen allerdings der Einladung des Wächterrats zur Sitzung am Samstag nicht nach. Damit wollten sie nach Einschätzung von Beobachtern ihre Forderung nach Wiederholung der gesamten Wahl bekräftigen.Selbstmordattentäter in die Luft. Ob es einen Zusammenhang Der oberste Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, hatte am Freitag den Wahlsieg von Präsident Mahmud Ahmadinedschad bestätigt und Wahlfälschung in großem Stil ausgeschlossen. Gleichzeitig hatte er die Opposition aufgeordert, Einwände auf dem Rechtsweg vorzubringen, und mit Konsequenzen gedroht, sollten die „illegalen“ Demonstrationen weitergehen. Am Samstag sagten daraufhin die Hauptveranstalter eine für den Nachmittag geplante Massenkundgebung ab, die das Innenministerium verboten hatte.
nb/AP/AFP/Reuters/dpa
zu den Massenprotesten der

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