München-Wien (kath.net/KIN) |
Der Iran habe zwar den UN-Zivilpakt (UCCPR) unterzeichnet, der die Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit garantiere, doch das Land lege diese Freiheit aus einer rein schiitisch-islamischen Sicht aus. Deutlich werde das zum Beispiel an den Möglichkeiten für die Präsenz der katholischen Kirche im Iran. Sowohl die Ostkirchen als auch die römisch-katholische Kirche genießen im Iran nach Informationen von „Kirche in Not“ zwar im Vergleich zu anderen Religionen ein gewisses Maß an Religionsfreiheit, diese lasse sich aber nicht mit westlichen Maßstäben vergleichen. So seien Kirchenräume vorhanden, in denen katholische Gläubige sich versammeln und Gottesdienste feiern könnten. In der Öffentlichkeit seien ihnen aber die Ausübung, Zeichen oder Handlungen ihres Glaubens verboten, Missionierungsversuche stünden unter Strafe. Zwar rühme sich Präsident Ahmadinedschad damit, dass die christliche Minderheit „gleiche Rechte genieße“, doch tatsächlich seien die Christengemeinschaften inzwischen in Ghettos abgedrängt und zu ethnischen Minderheiten reduziert worden, beklagt „Kirche in Not“. Diese schwierige soziale Lage habe auch zur Folge, dass viele iranische Christen das Land verlassen, da sie zunehmend weniger Möglichkeiten haben, am öffentlichen Leben teilzunehmen und einer Arbeit nachzugehen.
Der römisch-katholischen Kirche selber gehören nach Angaben von „Kirche in Not“ überwiegend in Teheran lebende Ausländer an. Die enge Verbindung zwischen der Kirche und den ausländischen Botschaften liefere die rechtliche Existenzgrundlage und ermögliche es der Kirche, ihre Gotteshäuser offen zu halten.
Meist sei auch die Polizei bei kirchlichen Veranstaltungen anwesend. Offiziell, um die christlichen Gotteshäuser zu schützen, doch in der Praxis hindere sie all jene an der Teilnahme, die nicht als „rechtmäßige Christen“ anerkannt seien, so „Kirche in Not“.
Das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ ist direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt und unterstützt den Glauben dort, wo die Seelsorge schwierig ist oder Christen verfolgt und unterdrückt werden.
Das Hilfswerk unterstützt jedes Jahr tausende Projekte, darunter etwa den Bau von Kirchen oder die Ausbildung von angehenden Priestern und Katecheten auf der ganzen Welt.
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